Gesundheitsökonomie

Die Behandlung von chronischen Wunden verursacht signifikante Kosten. Es wird geschätzt, dass in Europa, 2-4% der Gesundheitsausgaben für Wunden verwendet werden – und diese Ziffer steigt stetig.[1–3] Durchschnittlich kostet die Behandlung einer Wunde zwischen €6,000–€10,000 pro Jahr.[3] In Großbritannien werden mehr als £5 Milliarden (€6.4 Milliarden) für die Behandlung von Wunden im Jahr ausgegeben, basierend auf gegenwärtig lokal geplanten Gesundheitsbudgets.[4]

Stetig steigende Kosten

In Zukunft, haben diese Kosten das Potential zu steigen, da die Bevölkerung mehr und mehr aus älteren Personen besteht, die eine höhere Prävalenz komorbider Leiden aufweisen.[5] Tatsächlich werden Patienten mit multiplen Langzeit-Krankheiten wie Diabetes, Gefäßkrankheiten und Übergewicht „zur Norm anstatt zur Ausnahme, und die Anzahl von Menschen mit komorbiden Krankheiten wächst stetig“.[6] Ferner durch die Alterung der Bevölkerung Europas und der Inzidenz komorbider Krankheiten die zu Wunden führen, ist zu erwarten, dass diese Kosten proportional steigen.[7]

Illustration 1. Wundversorgungskosten in Europa [1-4]

Zusätzliche Komplikationen

Stagnierende Wunden entwickeln wahrscheinlicher Komplikationen, wie Infektionen, welche wiederum kostenintensivere Behandlungen und häufigere Verbandswechsel erfordern – und somit hohe Ansprüche an unsere ohnehin eingeschränkten Ressourcen stellen.[8] Wundkomplikationen tragen zu längeren und intensiveren Behandlungen, ausgeweiteten Krankenhausaufenthalten oder Wiederaufnahmen, sowie spezieller medizinischer oder sogar chirurgischer Behandlung, bei.[8] Diese Kosten können sich weiter erhöhen wenn Aufenthalte verlängert werden, weil keine adäquaten Möglichkeiten zur früheren Entlassung gegeben sind, oder weil „im ambulanten Bereich ein vermeintlicher oder tatsächlicher Mangel an Kapazität oder Vermögen komplexere Wunden zu versorgen vorherrscht“.[8] Tatsächlich wird geschätzt, dass zwischen 25-50% aller akuten Krankenhausbetten von Patienten mit einer Wunde belegt werden.[3]

Wenn Patienten aus der stationären Pflege entlassen werden, verursachen schwer heilende Wunden zusätzliche Kosten aufgrund der längeren Behandlungszeit. Je mehr Zeit die Wunde zur Heilung benötigt, desto größer ist der Bedarf an regelmäßigen Verbandswechseln, welche signifikante Behandlungszeiten von Pflegedienst und Arzthelfer/innen beanspruchen.[8] In einer Studie in einer schwedischen Gemeinde mit 288.000 Einwohnern, und einer typischen Wundprävalenz von 2,4 per 1000 Einwohner, wurden 57 Vollzeitkrankenpfleger ausschließlich für Verbandswechsel benötigt.[9]

Wundbehandlung

Daher ist es entscheidend, die richtige Wundauflage zur richtigen Zeit zu wählen – sprich, die Wundauflage, die am effektivsten für die Wunde ist. Dies gilt besonders bei stagnierenden und schwer heilenden Wunden. Das Wundbehandlungsregime sollte dabei behilflich sein Symptome zu kontrollieren, den Wundverschluss zu fördern und die Lebensqualität des Patienten zu verbessern, während es langfristig Kosten einspart, indem es Pflegebesuche oder Behandlungstermine beim Spezialisten reduziert, sowie Infektionen (oder später sogar Amputationen) verhindert.[10]

Woulgan Bioactive Beta-Glucan Gel sorgt für Einsparungen

Das ökonomische Modell zeigt, dass die Wirksamkeit der angemessenen Anwendung von Woulgan Bioactive Beta-Glucan Gel zu signifikanten Kosteneinsparungen verglichen mit der Behandlung von Standardprodukten führt (Illustration 1).

Illustration 2. Behandlungskosten Studienpopulation*[11]
WOULGAN Standardbehandlung Unterschied
 Durchschnittliche Behandlungskosten je geheilte Wunde
12 Wochen
52 Wochen**
3.180€
4.087€
4.484€
5.762€
-1.304€
-1.675€
Durchschnittliche Behandlungskosten um Heilungsrate von Standardbehandlung zu erreichen (37%)
1.004€ 1.644€ -640€

**Daten aus Studie von Zykova et al extrapoliert. Kosten Therapiestandard aus dem Vereinigten Königreich. Wechselkurs vom 29.06.2016

Weil Woulgan für die Anwendung bei schwer heilenden und stagnierenden Wunden gedacht ist, könnten die langfristigen Einsparungen im Gesundheitswesen sogar noch größer seien.


Lebensqualität des Patienten

Schwer heilende und stagnierende Wunden können einen verheerenden Einfluss auf das Wohlbefinden des Patienten haben, welche weit über das Gesundheitswesen hinausgehen und Versorgungskosten vergrößern können. Auch wenn  Patienten mit einer Wunde um die langfristige Heilung besorgt sind, so liegt ihr Augenmerk doch oft auf kurzer Sicht in der Reduzierung von Schmerzen und Geruch, und dem Wunsch wieder aktiv im Alltag teilnehmen zu können. [12]

Patienten die an keinerlei oder nur geringer Aktivität teilnehmen können, erleben häufig eine Verschlechterung ihres Gesundheitsstatus oder ihrer Wunde (z.B. wenn Mobilität Teil der Behandlung komorbider Leiden ist). Angst und Depression können Folgen einer langen Behandlungszeit von stagnierenden Wunden sein und oft wirken Patienten daher nicht mehr an ihrer Behandlung mit.[12] In solchen Fällen kann der Bedarf an intensiveren Wundbehandlungsmaßnahmen oder anderen Leistungen (z.B. zur Förderung psychischer Gesundheit) das Gesundheitswesen zusätzlich strapazieren.

Zusammenfassung

Woulgan ist ein Gel, welches für den Patienten angenehm ist. Es hilft dabei, die Immunreaktion des Patienten zu stimulieren, was zu einer schnelleren Heilung von Wunden die stagnieren, oder es wahrscheinlich werden, führen kann. Diese Faktoren können helfen die Zufriedenheit der Patienten zu erhöhen, und im Gegenzug, sie zu ermuntern ihr Pflegeregime beizubehalten. Dies betrifft nicht nur die Frage der Lebensqualität des Patienten, sondern hat auch das Potential, Ressourcen im Gesundheitswesen einzusparen.


Referenzen
  1. Purwins S, Herberger K, Debus S, et al. Cost-of-illness of chronic leg ulcers in Germany. Int Wound J. 2010;7(2):97–102.
  2. Hjort A, Gottrup F. Cost of wound treatment to increase significantly in Denmark over the next decade. J Wound Care. 2010;19(5):173–4, 176, 178, 180, 182, 184.
  3. Posnett J, Gottrup F, Lundgren H, Saal G. The resource impact of wounds on health-care providers in Europe. J Wound Care. 2009;18(4):154–161.1.
  4. Using Nanova Therapy System in Practice: a round table discussion. London: Wounds UK. 2015;11(4):Supplement
  5. Department of Health (DOH). Comorbidities: A framework of principles for system-wide action. London: DOH, 2014. Accessed November 2015 at: https://www.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/307143/Comorbidities_framework.pdf
  6. Department of Health (DOH). Long term conditions compendium of information: third edition. London: DOH, 2012. Accessed November 2015 at: https://www.gov.uk/government/publications/long-term-conditions-compendium-of-information-third-edition
  7. Moore ZE, Cowman S. Repositioning for treating pressure ulcers. Cochrane Database Syst Rev. 2009 Apr 15;(2):CD006898. doi: 10.1002/14651858.CD006898.pub2.
  8. Dowsett C. Breaking the cycle of hard to heal wounds: balancing cost and care. Wounds Int 2015;6(2):17–21
  9. Lindholm C, Bergsten A, Berglund E. Chronic wounds and nursing care. J Wound Care 1999;8(1):5–10
  10. Vowden P. Hard-to-heal wounds Made Easy. Wounds Int 2011;2(4)
  11. Zykova SN, Balandina KA, Vorkohobina N, et al. Macrophage stimulating agent soluble yeast β-1,3/1,6-glucan as a topical treatment of diabetic foot and leg ulcers: A randomized, double blind, placebo-controlled phase II study. J Diabetes Invest 2014;5(4):392–9
  12. International consensus. Optimising wellbeing in people living with a wound: An expert working group review. London: Wounds International, 2012.